Nur weil die genaue Ursache von Alzheimer immer noch nicht erforscht ist, bedeutet dies nicht, dass sich das Stellen einer Diagnose schwierig gestaltet. Ganz im Gegenteil: Mittlerweile befinden sich Ärzte in der Lage, die Diagnose von Alzheimer sehr schnell und außerdem zielsicher zu stellen.

Im Rahmen der Diagnose spielt besonders die Befragung eine wichtige Rolle. Wichtig dabei: Die betroffenen Personen hegen oftmals gar nicht den Verdacht, dass sie von einer Erkrankung betroffen sein könnten. Deshalb werden meist Angehörige bzw. Menschen aus dem unmittelbaren Lebensumfeld der Personen befragt. Deren Beobachtungen können beim Stellen der Diagnose äußerst hilfreich sein.

Nachlassende Gedächtnisleistung

Arzt diagnostiziert AlzheimerDiagnostiziert wird eine Erkrankung an Alzheimer vorrangig über das größte Symptom, nämlich dem Nachlassen der Gedächtnisleistung. Veränderungen der Gedächtnisleistungen sowie auch ein schwaches Kurzzeitgedächtnis lassen sich heutzutage relativ leicht messen. Es gibt mehrere Tests, denen sich die Personen unterziehen können. Im Anschluss daran lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen, ob eine Alzheimererkrankung vorliegt. Allerdings genügen die Tests nicht: Ergänzend wird geprüft, ob Aphasie, Apraxie oder Agnosie bestehen. Die Aphasie ist eine Sprachstörung, die durch eine gestörte Hirnfunktionalität hervorgerufen wird. Die Apraxie bezeichnet das fehlerhafte Ausführen motorischer Handlungen. Eine Agnosie liegt vor, wenn das Erkennen (z.B. von Gegenständen oder Personen) gestört ist, obwohl die Sensorik (z.B. Augen oder Tastsinn) nicht beeinträchtigt ist.

In Ergänzung zu diesen Untersuchungen kann die Alzheimer Diagnose auch eine körperliche Untersuchung umfassen. In deren Rahmen ist es beispielsweise möglich, dass Blutwerte ermittelt und überprüft werden. Des Weiteren kommt es vor, dass eine Hirnwasseruntersuchung durchgeführt wird. Ebenfalls passiert es manchmal, dass sich die Patienten einen MRT zu unterziehen haben.