Das Stellen einer Diagnose bei Blasenentzündung gestaltet sich vergleichsweise leicht bzw. wird die Erkrankung im Regelfall schnell und sicher erkannt. Wichtig ist dabei, dass der Arzt vom Patienten unterstützt wird. Beim Diagnostizieren einer Zystitis geht es in erster Linie darum, die vom Patienten geschilderten Symptome richtig zuzuordnen. Damit der Arzt eine sichere Diagnose stellen kann, wird er die Patientin oder den Patienten befragen. Er wird wissen wollen, welche konkreten Symptome auftreten. Er wird unter anderem fragen, wie sich das Brennen beim Wasserlassen bemerkbar macht und wie häufig der Harndrang verspürt wird.

Untersuchung einer Urinprobe

Inkontinenz - Diagnose einer BlasenschwächeBeim Stellen der Diagnose einer Blasenentzündung wird aber nicht ausschließlich auf die Befragung des Patienten gesetzt. Außerdem kann es vorkommen, dass eine Urinprobe genommen und diese anschließend im Labor untersucht wird. Vor allem wenn Patientin oder Patient noch nie zuvor eine Blasenentzündung gehabt haben und somit nicht selbst eine Einschätzung abgeben können, kann eine ergänzende Urinuntersuchung sehr hilfreich sein.

Das Ziel der Urinuntersuchung ist es, Besonderheiten bzw. Abweichungen von normalem Urin festzustellen. Solche Abweichungen, die bei einer Entzündung der Harnblase häufig auftreten, sind zum Beispiel Bakterien, die im Urin festgestellt werden. Aber auch Blutkörperchen werden unter Umständen gemessen, meist weiße Blutkörperchen, teilweise aber auch rote. Zudem können die Reste abgestorbener Zellen oder auch Schleim festzustellen sein. Außerdem kommt es manchmal vor, dass der Urin von Personen mit Blasenentzündung vergleichsweise intensiv riecht.

Weitere Methoden der Untersuchung

Obwohl eine Blasenentzündung fast immer als Folge einer Infektion auftritt, gibt es noch weitere Ursachen. Für den Arzt ist es beim Stellen seiner Diagnose der Blasenentzündung daher wichtig, die Ursache genau zu ermitteln. Sollte der Verdacht bestehen, dass die Ursache der Entzündung ein Tumor ist, so wird häufig eine Blasenspiegelung vorgenommen. Mediziner bezeichnen diese Untersuchung als häufig als Zystoskopie. Sofern dabei Gewebe gesichtet wird, das auf einen Tumor schließen lässt, wird ergänzend noch eine Biopsie durchgeführt. Dieser Eingriff bezeichnet die Entnahme von Gewebe. Tritt eine Blasenentzündung als Folge einer Wurminfektion auf, so können auch die Würmer nachgewiesen werden. Allerdings dauert es unter Umständen noch mehrere Wochen, bis sich die Erreger sicher nachweisen lassen.