Weil die meisten Blasenentzündungen auf Infekte zurückzuführen sind, kann dieser Erkrankung sehr gut vorgebeugt werden. Es existiert eine ganze Reihe an Maßnahmen, die letztlich dabei helfen, das Risiko einer Infektion maßgeblich zu senken. Gerade bei Frauen ist es so, dass die meisten Blasenentzündungen aus bakteriellen Infekten resultieren. Die Bakterien stammen vom Stuhl: Sie gelangen vom After in die Scheide und von dort in die Harnröhre. Eine erhöhte Hygiene bzw. eine bewusster Umgang beim Reinigen hilft dabei, das Risiko einer Infektion maßgeblich zu senken. Bei der Verwendung von Pflegeprodukten empfiehlt es sich, auf desinfizierende oder parfümierte Mittel zu verzichten.

Aufgepasst beim Geschlechtsverkehr

Auch beim Geschlechtsverkehr gilt es aufzupassen. Hier kann es leicht zur so genannten Schmierinfektion kommen: Der Penis bringt Erreger in die Scheide, die von dort aus womöglich in die Harnröhre gelangen. Das Kondom ist ein Verhütungsmittel, das hier guten Schutz bietet. Es verringert das Risiko einer Infektion maßgeblich. Doch ganz egal ob der Geschlechtsverkehr mit oder ohne Kondom praktiziert wurde: Im Anschluss sollte möglichst zeitnah die Toilette aufgesucht werden. Je eher die Harnröhre durch Wasserlassen reinigt wird, desto geringer ist das Risiko eines Infekts.

Weitere Möglichkeiten der Vorbeugung

Gesundes Essen gegen BlasenschwächeRegelmäßiges Wasserlassen ist auch sonst eine Maßnahme, die beim Vorbeugen einer Blasenentzündung hilft. Es sollte möglichst viel und vor allem auch gleichmäßig über den Tag verteilt getrunken werden. Als gesund gilt vor allem Wasser. Es wird dazu geraten, mindestens 1,5 bis 2 Liter am Tag zu trinken. Mit einer gezielten Ernährung kann zusätzlich vorgebeugt werden. Die Cranberry ist eine Frucht, deren Verzehr vor allem die Abwehreigenschaften der Schleimhäute stärkt. Ärzte empfehlen Frauen, die häufiger zu Blasenentzündungen tendieren, gezieltes Trinken von Cranberrysaft.

Abschließend sei noch angemerkt, dass während der Wechseljahre ein Östrogenmangel eintreten kann, welcher die Entstehung einer Blasenentzündung begünstigt. Die gezielte Einnahme von Östrogen kann hier entgegenwirken. Allerdings ist es in solchen Fällen wichtig, sich im Vorfeld ausführlich von einem Arzt beraten und sich bei der Therapie begleiten zu lassen.