Trotz intensiver Forschung befinden sich Mediziner bislang nicht in der Lage, eine konkrete Ursache für Darmkrebs zu benennen – zumindest keine unmittelbar Ursache. Allerdings existiert eine ganze Reihe so genannter Risikofaktoren. Von diesen Faktoren geht ein erhöhtes Risiko einer Erkrankung aus.

Risikofaktor Erbanlagen

Bei Darmkrebs spielen besonders die Erbanlagen eine bedeutende Rolle. Wenn entsprechende Anlagen existieren, so besteht ein erhöhtes Krebsrisiko. Für Personen mit entsprechenden Anlagen ist es daher von Vorteil, dies zu wissen, um beispielsweise besser vorbeugen und Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen zu können.

Familäre adenomatöse Polyposis (FAP)
Die familäre adenomatöse Polyposis ist eine Erkrankung, die von zahlreichen Geschwülsten im Darm geprägt wird. Die Geschwülste gelten als gutartig, können sich aber zu Darmkrebs entwickeln.

Gardner-Syndrom
Das Gardner-Syndrom beschreibt eine ganz ähnliche Erkrankung, wie sie bei familärer adenomatöser Plyposis vorliegt. Sie basiert auf einem Fehler im Erbgut und lässt gutartige Geschwülste im Darm entstehen. Auch diese Geschwülste können sich zu Darmkrebs entwickeln. Allerdings können sich die Geschwüre auch in Knochen bilden.

Peutz-Jeghers-Syndrom
Eine Erkrankung am Petuz-Jeghers-Syndrom steht für ein deutlich erhöhtes Darmkrebsrisiko. Zunächst bilden sich gutartige Geschwülste in Magen oder Darm. Begleitend können sich braune Flecken auf der Haut von Armen oder Beinen bilden.

Lynch-Syndrom (HNPCC)
Das Lynch-Syndrom wird durch bösartige Tumore gekennzeichnet. Betroffene Personen sind nicht nur gegenüber Darmkrebs, sondern auch gegenüber anderen Arten von Krebs einem erhöhten Risiko ausgesetzt.

Weitere Risikofaktoren:

Vorsicht ist auch bei chronischen Darmerkrankungen angebracht. Wer mehrfach mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn zu kämpfen hat, ist ebenfalls einen höheren Darmkrebsrisiko ausgesetzt. Auch häufiger Durchfall oder Blutablagerungen auf dem Stuhl sind als Risikofaktoren zu deuten.

Auch die Ernährung scheint einen Einfluss auf das Darmkrebsrisiko zu nehmen. Personen, die sich besonders fettreich ernähren oder zu viel Fleisch konsumieren, erkranken häufiger an Darmkrebs als Personen, die auf eine ausgewogene Ernährung setzen. Eine mangelhafte Zufuhr an Ballaststoffen gilt ebenfalls als risikobehaftet, ebenso wie Bewegungsmangel, Rauchen und Übergewicht.