Darmkrebs bezeichnet den Befall des Dick- oder Dünndarms mit bösartigen Tumoren. Es ist überwiegend der Dickdarm betroffen, insbesondere im Enddarm sind die Tumore sehr häufig angesiedelt. Es ist aber auch möglich, dass sowohl Dickdarm als auch Dünndarm betroffen sind. Die Krankheit betrifft vor allem Menschen, die älter als 40 Jahre sind. Die Mehrheit der Personen, bei denen Darmkrebs diagnostiziert wird, ist älter als 50 Jahre.

Eine Erkrankung an Darmkrebs zeigt sich anhand verschiedener Symptome erkenntlich. Allerdings handelt es sich hierbei um Symptome, die auch in Verbindung mit anderen Erkrankungen auftreten können. Aus diesem Grund kommt es häufiger vor, dass die Erkrankung für längere Zeit unentdeckt bleibt. Allerdings ist dies nicht besonders gut: Je früher der Krebs erkannt und behandelt wird, desto besser ist es um die Überlebens- und Genesungschancen bestellt.

Zu den Symptomen zählen vorrangig Durchfall sowie Blut auf dem Stuhl. Auch Blähungen oder Darmkrämpfe treten auf. Typisch für diese sowie auch andere Krebserkrankungen sind eine zunächst unerklärliche Gewichtsabnahme, Antriebslosigkeit und Müdigkeit. Als weitere Symptome können spürbare Verhärtungen im Bauchbereich sowie Änderungen der Stuhlgewohnheiten auftreten.

Krebs rechtzeitig erkennen

So sieht ein Darmkrebs ausEine Darmkrebserkrankung lässt sich gut diagnostizieren. Wichtigste Untersuchung ist die Darmspiegelung. Beim Blick in den Darm sind Tumore und andere Geschwülste meist gut zu erkennen und zugleich ist es möglich, eine Biopsie durchzuführen. Hierunter ist die Entnahme von Gewebeproben zu bestehen. Ergänzend können auch Ultraschalluntersuchungen oder Untersuchungen wie CT oder MRT durchgeführt werden. Sollten bösartige Tumore im Darm festgestellt werden, müssen weitere Untersuchungen folgen, in deren Rahmen nach Krebs in anderen Körperbereichen gesucht wird.

Im Mittelpunkt der Behandlung steht der operative Eingriff. Ziel des Eingriffs ist es, sämtliche Tumore aus dem Darm zu entfernen. Allerdings gelten viele dieser Eingriffe aus chirurgischer Sicht als anspruchsvoll, da oftmals Teile des Darms entfernt werden müssen und es gleichzeitig eine ausreichende Blutzufuhr sicherzustellen gilt.

Behandlung von Darmkrebs

Ergänzend zur Operation wird auch auf Bestrahlung und Chemotherapie gesetzt. Mit der Bestrahlung wird oft schon vor der OP begonnen, um somit die Tumore zu verkleinern, was wiederum den operativen Eingriff erleichtert. Bestrahlung und Chemotherapie sollen nach der OP sicherstellen, dass restliche Krebszellen abgetötet werden. Der Krankheitsverlauf kann je nach Patient sehr unterschiedlich sein. Eine frühe Erkennung steigert die Chance auf vollständige Genesung. Wird der Krebs erst spät erkannt, kann er sich ausgebreitet und auch andere Organe befallen haben. Die Überlebenschance wird dadurch verringert.

Eine direkte Vorbeugung gegen Darmkrebs ist nicht möglich. Ärzte raten vor allem zur Früherkennung. Sie steigert die Chance, Darmkrebs im frühen Stadium zu erkennen, um anschließend eine erfolgreiche Behandlung durchzuführen. Außerdem wird zu einer ausgewogenen und ballaststoffreichen Ernährung geraten.