Die medizinische Definition besagt, dass eine Person als übergewichtig gilt, wenn ihr Body-Mass-Index (BMI) einen Wert von über 25 aufweist. Liegt der BMI über einem Wert von 30, so liegt eine Adipositas Erkrankung vor. Diese wird umgangssprachlich auch als Fettleibigkeit bezeichnet. Der BMI gilt als das maßgebliche Instrument zur Bewertung des Gewichts einer Person. Lediglich auf das Gewicht zu achten und davon abzuleiten, ob eine Person übergewichtig ist, funktioniert nicht. Mediziner setzen das Gewicht ins Verhältnis zur Körpergröße, damit eine Aussagekraft besteht. Die Berechnung des BMI gestaltet sich denkbar einfach. Jede Person kann ihren BMI ganz leicht selbst berechnen. Hierfür gilt es lediglich das aktuelle Körpergewicht und die Körpergröße zu kennen. Liegen beide Werte vor, so wird das Körpergewicht durch die Körpergröße im Quadrat geteilt.

Bedeutung des Body-Mass-Index

Body Mass IndexSofern der ermittelte BMI in einem Bereich von 18,5 bis 24,9 liegt, gibt es nichts zu befürchten. BMI Werte innerhalb dieses Bereichs gelten als normal. Liegt der Wert darunter, so ist ein Untergewicht gegeben. Liegt er hingegen darüber, so beseht – wie bereits erwähnt wurde – ein Übergewicht oder sogar Adipositas. Eine Erkrankung an Fettleibigkeit wird von Medizinern in drei Grade eingeteilt. Sofern der BMI eines Patienten bei einem Wert von 30 bis 34,6 liegt, so spricht man von Adipositas Grad I. Ein BMI innerhalb der Spanne von 34,6 bis 39,9 attestiert Adipositivs Grad II. Der dritte und letzte Grad liegt bei einem BMI von 40 oder größer. Neben dem BMI existieren noch weitere Möglichkeiten, um das Gewicht einer Person zu beurteilen. Hierzu zählt auch die Messung des Bauchfetts. Verallgemeinert gilt, dass ein Übergewicht vorliegt, wenn der Umfang der Taille auf 94 Zentimeter oder mehr beläuft. Allerdings gilt dieser Wert ausschließlich für Männer. Für Frauen gilt ein Taillenumfang von 80 Zentimetern.

Häufigkeit von Übergewicht und Adipositas

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Übergewicht zu einer der häufigsten Gesundheitsprobleme entwickelt. Dies betrifft ganz besonders die westlichen Industrienationen. Besonders die US-Amerikaner sind für dieses Problem bekannt: Ein großer Teil der Bevölkerung hat mit Übergewicht zu kämpfen. Allerdings ist dieser Trend in Europa ebenfalls festzustellen. Dort liegt Deutschland übrigens auf dem ersten Platz, denn rund jeder zweite Deutsche hat Übergewicht. Die Hälfte dieser Personen kommt wiederum auf einen BMI von mehr als 30 und leitet somit an Adipositas. Zur Häufigkeit ist zu ergänzen, dass bis zum mittleren Alter eher Männer betroffen sind. Mit zunehmendem Alter ändert sich jedoch die Verteilung, dann sind mehr Frauen betroffen. Außerdem wird der Anteil an Kindern, die übergewichtig sind, von Generation zu Generation immer größer.