Depressionen können auf ganz unterschiedliche Art und Weise ausgelöst werden. Mediziner haben in den vergangenen Jahrzehnten eine Vielfalt an Faktoren und Einflussgrößen ermittelt, die zu Depressionen führen oder diese zumindest begünstigen.

Ganz häufig sind Depressionen auf Ereignisse zurückzuführen, welche die Psyche belasten. Hierzu zählt insbesondere die Überforderung: Wer auf Dauer Höchstleistungen erbringen muss und dabei einem enormen Stress ausgesetzt ist, kann in eine Depression verfallen. Auch Beziehungsprobleme oder Liebeskummer gelten als typische Ursachen für depressive Phasen. Ein ganz typisch ist auch der Tod geliebter Personen: Zahlreiche Personen verkraften ein solches Ereignis nicht und werden daraufhin depressiv.

Psychologische Faktoren

Berücksichtigt man diese Ursachen, so lässt sich sagen, dass die Lebensumstände eine ungemein wichtige Rolle spielen. Negative Einflüsse und Ereignisse setzen der Psyche zu und steigern somit das Risiko einer Depression. Allerdings ist diesbezüglich anzumerken, dass es auch ganz stark darauf ankommt, wie sich Personen in solchen Situationen verhalten. Gerade die persönliche Einstellung, Kommunikationsverhalten und Erfahrungen nehmen einen starken Einfluss. So kann sich zum Beispiel eine Abschottung sehr negativ auswirken: Sie erschwert die Kommunikation mit anderen Personen und kann somit die Dauer einer depressiven Phase verlängern.

Im Wesentlichen wurden die psychologischen Faktoren, die Depressionen verursachen oder begünstigen können, bereits genannt. Hierzu zählen vorrangig:

  • Denkmuster und Verhaltensweisen
  • Der Umgang mit Fehlschlägen
  • Erfahrungen (vor allem Erfahrungen, die während der Kindheit gemacht wurden)

Erkrankungen und Medikamente

Eine sekundäre Depression tritt als Folge bzw. als Symptom einer anderen Erkrankung auf. In solchen Fällen sind die Ursachen von biologischer Natur. Wenn beispielsweise eine Krankheit das Gehirn beeinflusst und die Ausschüttung von Neurotransmittern verringert, so kann dies eine Depression begünstigen. Dasselbe gilt für eine Verringerung der Aktivität bestimmter Hirnregionen. Derartige Änderungen können auch auf die Einnahme von Medikamenten zurückzuführen sein. Außerdem deuten Untersuchungen darauf hin, dass auch genetische Einflüsse existieren.