Die Depression zählt zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Knapp 20 Prozent aller Menschen durchlaufen mindestens einmal in ihrem Leben eine depressive Phase. Diesbezüglich ist festzustellen, dass Frauen häufiger als Männer betroffen sind. Zum ersten Mal depressiv werden Menschen häufig im Alter von 18 bis 25 Jahren.

Depressionen können als primäre oder auch sekundäre Erkrankung in Erscheinung treten. Eine primäre Depression zeichnet sich dadurch aus, dass sie die eigentliche Erkrankung verkörpert. Sekundäre Depressionen treten hingegen als Folge anderer Krankheiten oder Einflüsse auf.

Personen, die an einer Depression leiden, sind vor allem an ihrer Antriebslosigkeit zu erkennen. Bei einer Depression verändert sich das Stimmungsbild. Positive Gefühle treten kaum oder gar nicht mehr auf, stattdessen ist die Stimmung sehr gedrückt. Zudem mangelt es häufig an Perspektive: Viele Depressionspatienten blicken der Zukunft negativ entgegen.

Diese starken psychischen Veränderungen machen sich in den unterschiedlichsten Bereichen bemerkbar. Oftmals ist festzustellen, dass die Leistungsfähigkeit der Personen nachlässt. Dieser Rückgang muss aber keinesfalls nur den Beruf betreffen, auch in der Freizeit werden Aktivitäten mit verringerter Aktivität oder teilweise auch gar nicht mehr ausgeführt. Außerdem kann es vorkommen, dass die Konzentrationsfähigkeit stark nachlässt. In schlimmen Fällen werden Depressionen auch von Ängsten begleitet.

Auslöser der psychischen Erkrankung

Auslöser und Ursachen treten stets indirekt auf. Bei primären Depressionen ist es so, dass es in der Tat konkrete Auslöser gibt. Beziehungsprobleme, Liebeskummer, der Tod von Familienmitgliedern oder Freunden sowie beruflicher Stress zählen zu den häufigsten Auslösern. Nicht selten ist es eine Kombination aus verschiedenen Auslösern, die letztlich eine Depression aufkommen lässt.

Ärzte befinden sich in der Lage, Depressionen gut zu diagnostizieren. Per Definition spricht man von einer Depression, wenn mindestens zwei Kernsymptome sowie mindestens zwei weitere Symptome festzustellen sind. Außerdem müssen diese für einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen anhalten.

Depressionen therapieren

Die Therapie einer Depression erfolgt auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Wie behandelt wird, hängt maßgeblich vom Schweregrad der Erkrankung sowie der Einschätzung des Arztes ab. Oft wird auf eine Kombination aus medikamentöser Behandlung und Psychotherapie gesetzt. Antidepressiva gelten als typische Medikamente, allerdings dauert es meist rund drei Wochen, bis deren Wirkung einsetzt. Die Gesamtdauer einer Therapie kann je nach Patient sehr verschieden bemessen sein.

Eine Vorbeugung gegen depressive Phasen ist bedingt möglich. Hierbei kommt es vor allem auf die persönliche Sichtweise der Dinge an. Je positiver man das Leben wahrnimmt, desto geringer die das Risiko, in eine Depression zu fallen. Risikopatienten können ihre Freunde oder Familienmitglieder einbeziehen, damit diese entsprechende Phasen früh erkennen und beispielsweise dafür sorgen, dass zeitnah mit einer Behandlung begonnen wird.