Obwohl es sich bei Diabetes mellitus um eine Erkrankung handelt, die zwar keine einmaligen aber dafür typischen Symptome mit sich bringt, muss sie von einem Arzt diagnostiziert werden. Dies gestaltet sich vergleichsweise leicht: Mehrere Untersuchungen helfen dabei, eine sichere Diagnose zu stellen.

Beim Diagnostizieren von Diabetes wird in erster Linie auf den Blutzuckerspiegel geachtet. Als normal gilt ein Blutzuckerspiegel von 90 Milligramm je Deziliter Blut. Dieser Wert gilt für Vollblut, das im nüchternen Zustand genommen wurde. Bei Plasma gilt ein Wert von 100 Milligramm als üblich. Wird Nahrung verdaut, so steigt der Blutzuckerspiegel auf rund 140 Milligramm.

Interpretation des Blutzuckerspiegels

Diabetes lässt sich sicher diagnostizieren, wenn die klassischen Symptome festzustellen sind und ein Blutspiegel mit einem Gelegenheitswert von 140 Milligramm gemessen wird. Als Nüchternwert signalisieren 110 Milligramm bei Vollblut oder 126 Milligramm bei Plasma eine Erkrankung an Diabetes.

Eine weitere Untersuchung ist die Harnuntersuchung. Der Patient gibt eine Urinprobe ab, die anschließend im Labor untersucht wird. Sollte Glukose im Urin festzustellen sein, so ist dies als ein Hinweis zu bewerten. Die Untersuchung ist vergleichsweise schnell durchgeführt, da für die Ermittlung von Glukose ein eigener Teststreifen existiert. Des Weiteren können im Urin so genannte Ketonkörper gemessen werden. Sie stammen von Leber und werden vom Körper vermehrt als Ersatzstoff für das fehlende Insulin (vor allem bei Diabetes Typ 1) gebildet. Wird ein erhöhtes Vorkommen der Ketonkörper gemessen, so ist dies als Warnhinweis zu interpretieren.

Glukosetoleranztest

Der Glukosetoleranztest ist eine Untersuchung, die am besten darüber Aufschluss gibt, ob eine Erkrankung an Diabetes vorliegt. Er wird in aller Regel zur Absicherung durchgeführt, wenn die Blutuntersuchung auf eine Diabetes mellitus Erkrankung schließen lässt. Der Test gilt als sehr sicher, allerdings bedarf er einer gezielten Vorbereitung, bei welcher ausschließlich der Patient gefordert wird.

Der Patient ist dazu angehalten, seinen Körper drei Tage lang intensiv mit Kohlenhydraten zu versorgen. Erst zehn Stunden vor der Durchführung des Tests wird die Zufuhr gestoppt, weil der Test in der ersten Runde nüchtern durchgeführt werden muss. Hierfür wird eine Blutprobe entnommen. Im Anschluss gilt es eine Flüssigkeit (ungefähr ein gutes Glas voll) zu konsumieren, die viel Glukose enthält. Kurz darauf wird eine erneute Blutprobe genommen, um das Ausmaß der Änderung zu messen.