Diabetes mellitus ist eine Erkrankung, die zumindest ansatzweise therapiert werden kann. Darunter ist zu verstehen, dass zwar keine vollständige Genesung erreicht werden kann, jedoch hilft die Behandlung dabei, den Blutzuckerspiegel und somit auch die Folgen der Erkrankung in den Griff zu bekommen. Zumal es bei der Diabetes Behandlung ohnehin am wichtigsten ist, die Entstehung von Folgeerkrankungen zu verhindern.

Die Art und Weise, wie einer Therapie angegangen wird, hängt von zwei Faktoren ab. Zunächst kommt es ganz darauf an, welche Art von Erkrankung bzw. welcher Diabetes Typ diagnostiziert wurde. Des Weiteren spielt der Grad der Erkrankung – zumindest bei Diabetes Typ 2 – eine entscheidende Rolle.

Bestandteil einer jeden Diabetes Therapie ist die Schulung der Patienten. Sie müssen die Erkrankung verstehen, damit sie Gefahren meiden und sich außerdem in der Lage befinden, ihren eigenen Beitrag zur Behandlung zu leisten. Teilweise kann es auch erforderlich sein, Angehörige oder Pflegepersonal zu schulen.

Therapie bei Diabetes Typ 1

Eine Erkrankung an Diabetes Typ 1 dauert bis zum Lebensende an. Hat die Bauchspeicheldrüse die Produktion des Insulins erst einmal gedrosselt oder gar schon eingestellt, so kann dies nicht mehr rückgängig gemacht werden. Dementsprechend besteht ein dauerhafter Mangel an Insulin, den es im Rahmen der Diabetes Therapie auszugleichen gilt.

Der wichtigste Bestandteil der Therapie ist daher die gezielte Zufuhr von Insulin. Dies erfolgt im Regelfall über Spritzen. Weil die Zufuhr dauerhaft bzw. bis an das Lebensende zu erfolgen hat, werden die betroffenen Personen darin unterrichtet, sich das Insulin selbst zu injizieren. Weitere Medikamente müssen – sofern der Blutzuckerspiegel gut unter Kontrolle ist – nicht eingenommen werden.

Behandlung von Diabetes Typ 2

Wird eine Erkrankung n Diabetes Typ 2 rechtzeitig bzw. in einem sehr frühen Stadium erkannt, so ist es oftmals möglich, auf eine Behandlung mit Medikamenten zu verzichten. Stattdessen genügen einfachere Maßnahmen, um den Blutzuckerspiegel in den Griff zu bekommen. Im Fokus der Therapie stehen das Anpassen der Ernährung, die Reduzierung von Übergewicht sowie gezielte körperliche Aktivität.

Mediziner fünf verschiedene Stufen der Erkrankung an Diabetes Typ 2. Wird eine Erkrankung erster Stufe diagnostiziert, so genügt eine Ergreifung der zuvor angesprochenen Maßnahmen. Bei höheren Stufen müssen oft Medikamente eingesetzt werden, bei Stufe fünf ist es meist sogar erforderlich, Insulin zu spritzen.

Das Spektrum an Medikamenten, das zur Behandlung von Diabetes Typ 2 eingesetzt wird, ist breit gefächert. Im Mittelpunkt der meisten Behandlungen steht jedoch der Einsatz so genannter Antidiabetika. Hierbei handelt es sich um spezielle Medikamente, die vom Arzt gezielt ausgewählt werden müssen. Sie gelten im Regelfall als verschreibungspflichtig.