Im Volksmund wird Diabetes oft nur als Zucker oder Zuckerkrankheit bezeichnet, was in gewisser Hinsicht eine Verharmlosung verkörpert. Tatsächlich handelt es sich um eine Störung des Stoffwechsels, die keinesfalls auf die leichte Schulter zu nehmen ist. Sie kann ernste gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Per Definition lautet die genaue Bezeichnung der Erkrankung Diabetes mellitus.

Diabetes bezeichnet eine Veränderung des Blutzuckerspiegels. Diese Veränderung nimmt einen großen Einfluss auf den Körper, indem sie unmittelbare Symptome hervorruft, die sich im Lauf der Zeit intensivieren. Zugleich werden – sofern kein medizinisches Eingreifen erfolgt – Folgeerkrankungen hervorgerufen.

Arten der Erkrankung

Es gibt zwei Arten der Diabetes Erkrankung, die sich anhand ihrer Ursachen unterscheiden. Da wäre zunächst Diabetes Typ 1, welches durch eine Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse ausgelöst wird. Die Bauspeicheldrüse verringert die Produktion von Insulin, wodurch der Blutzuckerspiegel beeinflusst wird. Das Insulin wird aber von den Zellen benötigt, um den Blutzucker bzw. Glukose verarbeiten zu können, die schlichtweg als Energielieferant benötigt wird. Die Erkrankung trifft meist schon sehr früh ein. Die meisten Patienten waren bereits als Jugendliche betroffen.

Bei Diabetes Typ 2 ist die Situation eine andere. Hier wird ausreichend Insulin produziert, allerdings wird es von den Zellen nicht aufgenommen. Die Zellen entwickeln eine Resistenz, wodurch der Blutzuckerspiegel ebenfalls aus dem Gleichgewicht gerät. Dementsprechend treten die typischen Folgen ein.

Diagnose und Behandlung

Eine Erkrankung an Diabetes mellitus lässt sich sicher diagnostizieren. Die typischen Symptome wie ausgeprägter Durst, Abgeschlagenheit und häufiges Wasserlassen deuten auf Diabetes hin. Im Mittelpunkt der Diagnose steht jedoch eine Blutuntersuchung. Anhand bestimmter Blutwerte kann auf eine Erkrankung geschlossen werden. Sofern der Bluttest auf Diabetes deutet, wird ergänzend noch ein Glukosetoleranztest gemacht. Mit diesem Test lässt sich die Erkrankung sehr gut nachweisen.

In der Anfangszeit macht sich die Erkrankung kaum bemerkbar. Die typischen Symptome sind nicht sehr ausgeprägt, weshalb Diabetes oft erst relativ spät diagnostiziert wird. Eine frühe Diagnose ist jedoch hilfreich, weil dadurch die Gefahr gemindert wird, dass Folgeerkrankungen eintreten – zumindest wenn eine umgehende Behandlung erfolgt. Im Rahmen der Behandlung wird der Blutzuckerspiegel richtig eingestellt. Anschließend wird versucht, ihn so zu halten. Patienten, die an Diabetes Typ 1 leiden, müssen regelmäßig Insulin spitzen. Bei Typ 2 ist dies nur bedingt erforderlich, je nach Grad der Erkrankung genügt es unter Umständen, mehr auf Ernährung und Bewegung zu achten.

Eine Vorbeugung gegen Diabetes ist bedingt möglich, zumindest im Hinblick auf Diabetes Typ 2. Hierbei geht es vor allem darum, Übergewicht zu vermeiden. Außerdem sollte die Ernährung möglichst ausgewogen sein, körperliche Aktivität hilft zusätzlich dabei, das Risiko zu senken.