Die Erektionsstörung verkörpert eine Erkrankung, die vergleichsweise leicht und daher auch sehr sicher zu diagnostizieren ist. Im Regelfall wissen die betroffenen Männer ohnehin, dass sie an erektiler Dysfunktion leiden. Die Aufgabe des Arztes besteht deshalb in den meisten Fällen darin, die Erkrankung schlichtweg zu bestätigen und dann die passende Behandlungsmethode vorzuschlagen.

Für das Stellen der Diagnose ist es für den Arzt wichtig, sich zunächst im mit dem Patienten zu unterhalten. Im Gespräch wird geklärt, welche konkreten Probleme vorliegen. Dies ist wichtig, damit die Ursachen eingegrenzt werden können. Außerdem kann es empfehlenswert sein, die Partnerin des Mannes mit ein das Gespräch einzubeziehen. Die Diagnose kann vom Hausarzt oder auch von einem Urologen gestellt werden.

Ursachen der Erkrankung ermitteln

In Anbetracht der Tatsache, dass das Spektrum möglicher Ursachen sehr breit gefächert ist, müssen unter Umständen verschiedene Untersuchungen durchgeführt werden. Auch bei den Untersuchungsmethoden bestehen sehr viele Möglichkeiten.

Im ersten Schritt bzw. im Anschluss an das Patientengespräch begibt sich der Arzt im Regelfall auf die Suche nach möglichen körperlichen Ursachen. Hierbei ist es wichtig, gezielt nach anderen Erkrankungen (z.B. Diabetes mellitus) zu suchen oder diese auch als Ursachen auszuschließen.

Ob eine körperliche Ursache besteht, lässt sich mit dem Schwellkörper-Injektionstest ermitteln. Hierbei wird eine Lösung direkt in den Schwellkörper des Penis injiziert, die beim gesunden Mann eine unmittelbare Erektion auslöst. Sofern es nicht zur Erektion kommt, kann von einer körperlichen Ursache ausgegangen werden. Sofern der Verdacht besteht, dass ein Blutgefäß verletzt ist, wird eine so genannte Kavernosographie durchgeführt. Hierbei wird der Penis per Medikament in einen erigierten Zustand versetzt, um ihn anschließend zu röntgen. Eine weitere Untersuchung ist die Farb-Dopplersonographie, in deren Rahmen die Durchblutung des Penis per Ultraschall überprüft wird. Außerdem wird der Arzt je nach Verdacht eine neurologische Untersuchung durchführen.

Ermittlung psychologischer Ursachen

Sollten keine Anzeichen auf eine körperliche Ursache der Erkrankung bestehen, wird die Untersuchung ausgeweitet. Dann folgt eine psychologische Untersuchung. Ursachen wie Stress oder sexuellen Leistungsdruck können Hausarzt oder Urologe meist ebenfalls feststellen. Allerdings kann es auch vorkommen, dass der Patient an einen Psychologen überwiesen wird.