Die Erektionsstörung wird von Medizinern auch häufig als erektile Dysfunktion bezeichnet. Sie steht für die eingeschränkte Fähigkeit des Mannes, Geschlechtsverkehr zu haben. Entweder kann sein Glied überhaupt nicht versteifen oder es erschlafft bereits nach kurzer Zeit. Außerdem kann sie auch eine sexuelle Funktionsstörung umfassen, die sich durch vorzeitigen oder verzögerten Samenerguss bemerkbar macht.

Im Grunde wurden damit auch schon die Symptome der Erkrankung benannt. Das wesentliche Symptom der Erektionsstörung besteht darin, dass der Penis des Mannes nicht steif wird oder sehr rasch erschlafft. Zudem kann es vorkommen, dass der Samenerguss verfrüht oder verspätet eintritt. Außerdem treten manchmal auch psychologische Auswirkungen auf. Viele betroffene Männer leiden unter einem verringerten Selbstbewusstsein.

Vielfältige Ursachen

Die Ursachen der erektilen Dysfunktion könnten vielfältiger kaum sein. Im Wesentlichen ist zwischen vier Arten von Ursachen zu unterscheiden. Da wären zunächst Erkrankungen, welche die Erektionsstörung als Folgeerkrankung nach sich ziehen. Ebenso sind Erektionsstörungen oftmals auf die Einnahme bestimmter Medikamente zurückzuführen. Psychische Ursachen zeigen sich ebenfalls sehr oft für dieses gesundheitliche Problem verantwortlich. Außerdem können Verletzungen, die beispielsweise von Operationen oder Unfällen rühren, zu erektiler Dysfunktion führen.

Beim Stellen der Diagnose geht es um zwei Dinge. Zum einen gilt es herauszufinden, ob tatsächlich eine Erektionsstörung vorliegt. Es gibt mehrere körperliche Untersuchungen, die hierüber Auskunft geben. So ist es zum Beispiel möglich, die Funktionsfähigkeit der Schwellkörper per Injektion zu testen. Zum anderen muss der Arzt die Ursache diagnostizieren. Neben einer ausführlichen Befragung können hierbei weitere körperliche Untersuchungen erfolgen. Wichtig ist vor allem die gezielte Suche nach anderen Erkrankungen, welche die Erektionsstörung womöglich ausgelöst haben.

Erektile Dysfunktion behandeln

Die Behandlung einer Erektionsstörung muss exakt auf die Ursache abgestimmt sein. In den meisten Fällen wird auf Medikamente gesetzt. Das Spektrum an Medikamenten ist breit gefächert und setzt eine gezielte Auswahl voraus. Bei psychologischen Ursachen gilt es eine psychologische Therapie anzustreben. In einigen Fällen kann die Behandlung auch vorsehen, dass ein operativer Eingriff am Penis vorgenommen wird.

Wie die Erkrankung verläuft, hängt davon ab, auf welche Ursachen sie zurückzuführen ist und wie früh die Behandlung eingeläutet wird. Oftmals lässt sich durch medikamentöse Behandlung eine rasche Besserung erzielen, psychologische Behandlungen nehmen meist deutlich mehr Zeit in Anspruch. Erfolgt keine Behandlung, können psychologische Erkrankungen in Ergänzung auftreten.

In Anbetracht der zahlreichen Ursachen ist eine Vorbeugung nur bedingt möglich. Im Wesentlichen wird zu einer gesunden Lebensweise geraten, in deren Rahmen auf eine ausgewogene Ernährung sowie den Verzicht auf Alkohol und Tabak geachtet wird.