Übergewicht verkörpert ein gesundheitliches Risiko, das gerne unterschätzt wird. In Abhängigkeit vom Körpergewicht und sowie dem weiteren Zustand des Patienten kann es empfehlenswert sein, dass eine Therapie erfolgt. Ob dies der Fall ist, kann ein Arzt entscheiden. Es kann durchaus vorkommen, dass eine Person trotz Übergewicht nicht zwingend dazu angehalten ist, abzunehmen oder sich einer anderen Form der Therapie zu unterziehen. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn jemand zwar übergewichtig ist, jedoch nicht an Adipositas leidet und außerdem keinen hohen Blutdruck hat. Aber auch hier ist es so, dass am Ende ein Arzt entscheiden muss.

Behandlung durch Abnehmen

Im Rahmen der Therapie von Übergewicht wird üblicherweise auf das Abnehmen gesetzt. Der Patient soll sein Körpergewicht verringern, um somit seinen Körper zu entlasten. Hierbei ist es wichtig, dass mehrere Dinge berücksichtigt werden. So spielt vor allem die Art des Abnehmens eine entscheidende Rolle. Klassische Diäten sind der falsche Ansatz. Sie führen zwar zu einer vorübergehenden Verringerung des Körpergewichts. Weil die Lebensweise jedoch nicht umgestellt wird, nimmt der Patient nach Beendigung seiner Diät wieder zu. Dieser Effekt ist auch als Jojo-Effekt bekannt.

Eine der wesentlichen Maßnahmen besteht deshalb darin, die Lebensgewohnheiten zu ändern. Es gilt sich mit Bereichen wie Ernährung und Bewegung zu beschäftigen, damit ein langfristiger Erfolg erzielt werden kann. Für so manchen Patienten kann dies bedeuten, dass er noch mehr Eigenverantwortung erlernen muss. Bei übergewichtigen Kindern ist es wiederum wichtig, erst einmal grundlegendes Wissen zu vermitteln und außerdem eine Unterstützung durch die Eltern sicherzustellen.

Psychische Behandlung

Übergewichtige leiden manchmal an psychischen Problemen. Diese können beim Abbau der überschüssigen Pfunde verschwinden. Allerdings ist dies nicht immer der Fall, zumal die Probleme auch für das Zunehmen verantwortlich sein können. So mancher Patient ist deshalb gut damit beraten, nicht einfach nur abzunehmen, sondern sich außerdem einer psychischen Therapie zu unterziehen.

Operativer Eingriff

Das Abnehmen kann von operativen Eingriffen begleitet werden. Hierbei ist zwischen zwei Arten von Eingriffen zu unterscheiden. Zum einen gibt es chirurgische Eingriffe, die das Abnehmen unterstützen sollen. Das Einsetzen eines Magenbandes ist ein solches Beispiel. Beim Verlieren der Pfunde kann es passieren, dass unschöne Spuren sichtbar werden. Haut, die sich nicht zurückbildet, kann unter Umständen ein Problem darstellen. Hierbei handelt es sich keinesfalls nur um kosmetische Probleme. Unter Hautfalten können sich Bakterien sammeln, die wiederum Ausschläge hervorrufen. Unter Umständen kann es daher nach dem Abnehmen bzw. nach einem besonders starken Gewichtsverlust erforderlich sein, einen gezielten operativen Eingriff vorzunehmen.