Ein Mensch gilt als übergewichtig, wenn sein Body-Mass-Index (BMI) bei einem Wert von über 25 liegt. Bei einem BMI von 30 oder höher wird nach der medizinischen Definition von Adipositas gesprochen, die man in der Umgangssprache auch häufig als Fettleibigkeit bezeichnet. Der BMI drückt letztlich nur das Verhältnis des Körpergewichts zum Quadrat der Körpergröße aus. Wer seinen BMI berechnen möchte, nimmt teil sein Körpergewicht durch das Quadrat der Körpergröße. Was die Einheiten betrifft, so gilt es Kilogramm und Meter heranzuziehen.

Für Übergewicht zeigt sich eine zu hohe Energiezufuhr verantwortlich. Übergewichtige Personen haben mittels Nahrung mehr Energie zu sich genommen, als der Körper prinzipiell benötigte. Die überschüssige Energie wurde in Körperfett verwandelt bzw. einfach in die Fettzellen eingelagert. Diese Verhaltensweise des Körpers ist im Grunde nichts anderes als eine Schutzmaßnahme. Der Körper sorgt auf diese Weise für schwere Zeiten vor, in denen es womöglich an Nahrung mangelt.

Erkrankung mit zahlreichen Symptomen

Bauchschmerzen sind ein Symptom von ÜbergewichtÜbergewicht und Adipositas können eine ganze Reihe an Symptomen hervorrufen. Direkte gesundheitliche Folgen sind eine verringerte körperliche Belastbarkeit sowie eine erhöhte Belastung der Gelenke. Personen, die schon seit längerer Zeit an Übergewicht oder Adipositas leiden, klagen häufig über Gelenkschmerzen. Des Weiteren begünstigt Übergewicht eine Vielzahl an Erkrankungen. Damit ist gemeint, dass die Erkrankungen automatisch hervorgerufen werden, jedoch ist das Übergewicht zumindest ein Risikofaktor. Typische Folgen sind Diabetes mellitus und Arteriosklerose. Diese Erkrankungen begünstigen wiederum Herzinfarkt und Schlaganfall. Dementsprechend wird Übergewicht zu den häufigsten Todesursachen gezählt.

Die Diagnose von Übergewicht gestaltet sich relativ leicht. Der Arzt ermittelt Körpergröße und Gewicht seines Patienten, um daraufhin den BMI berechnen zu können. Auch das Messen des Taillenumfangs wird manchmal vorgenommen. Bei Frauen ohne Übergewicht liegt dieser meist nicht wesentlich höher als 80 Zentimeter, für Männer liegt die Grenze bei 94 Zentimetern.

Gezielte Untersuchungen sind erforderlich

Wird ein Übergewicht diagnostiziert, folgen oft weitere Untersuchungen. Der Arzt möchte herausfinden, ob bereits Folgeerkrankungen hervorgerufen wurden. Das Spektrum an Untersuchungen, die durchgeführt werden, ist äußerst breit gefächert. So kommt es zum Beispiel häufig vor, dass Blutproben genommen und analysiert werden. Ebenso ist das Ermitteln des Blutdrucks eine typische Untersuchung. Ob eine Therapie erforderlich ist und wie diese im Bedarfsfall anzugehen ist, hängt ganz vom Gesundheitszustand des Patienten ab. Zumeist wird auf das Abnehmen gesetzt. Patienten wird gezeigt, wie sie ihr Körpergewicht gezielt verringern können. Teilweise können aber auch noch andere Behandlungen erforderlich sein. Psychische Behandlungen oder auch chirurgische Eingriffe lassen sich nicht immer ausschließen.

Damit es nicht soweit kommt, empfiehlt sich das gezielte Vorbeugen. Übergewicht lässt sich gut vorbeugen, wobei es gerade heutzutage immer wichtiger wird, bereits Kindern zu zeigen, wie sie am besten vorzugehen haben. Die wesentlichen Elemente der Vorbeugung sind eine ausgewogene Ernährung und Bewegung.