Ende der 50er Jahre wurde im Rahmen einer großangelegten Studie bekannt, dass die Menschen in Nord-und Mitteleuropa häufiger an Krebs erkrankten oder einen Herzinfarkt erlitten, als das bei den Bewohnern des Mittelmeerraumes der Fall war.  Im Rahmen der Studie stach besonders Kreta hervor, wo die Menschen weitestgehend von Krebs- oder Herzleiden verschont blieben. Laut der Weltgesundheitsorganisation gelten beide Leiden weltweit als Haupttodesursachen.

Fischsuppe mit Fischfilet, Muscheln, GarnelenDie Forscher waren sich damals einfrischige, dass es an der Ernährung und dem Lebensstil liegen muss. Auf Kreta aßen die Bewohner überwiegend Fisch, frisches Gemüse und Obst, dass zum Teil aus dem eigenen Anbau stammte, sowie Brot, Salat und Hülsenfrüchte. Gewürzt wurde überwiegend mit Kräutern und Olivenöl wurde als Fett verwendet. Milchprodukte gaben es nur wenig und auch Wurst und rotes Fleisch so gut wie nie. Zu dem Lebensstil gehörte harte Arbeit, Mittagsruhe und für das Essen nahm man sich ausgiebig Zeit. Aus heutiger Sicht weiß man, dass die Ernährung sehr fetthaltig ist und darüber hinaus haben weitere Studien ergeben, dass Nord- oder Mitteleuropäer von der Ernährungsweise der Griechen nicht profitierten. Auch ist das, was heutzutage in den griechischen Restaurants angeboten wird nicht mit der traditionellen Mittelmeerküche gleichzusetzen.

Die Mittelmeerküche in ihrer ursprünglichen Form

Obst und Gemüse das aus der Region stammt stehen ganz oben auf dem mediterranen Speiseplan. Dabei wird das Gemüse frisch zubereitet und im besten Fall gedünstet, damit die wertvollen Inhaltsstoffe nicht verloren gehen. Fleisch gibt es eher selten, dafür reichlich Meeresfrüchte und Fisch. Bei der Zubereitung des Fisches sollte man auf das panieren verzichten und den Fisch stattdessen in ein wenig pflanzlichem Öl anbraten, auf kaltgepresstes Öl sollte hier besser verzichtet werden. Zum einen zersetzten sich durch die anhaltende Hitze die gesunden Inhaltsstoffe und zum anderen können genau durch diese Vorgang krebserregende Substanzen entstehen. Am besten geeignet ist Rapsöl, während sich für die kalten Speisen natives Olivenöl empfiehlt. Zum Würzen empfehlen sich Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Salbei, Basilikum und auch Oregano, dafür kann dann beim Salz etwas gespart werden

Die gesunde Mittelmeerküche

Was die Mittelmeerküche gesünder scheinen lässt, ist die Tatsache, dass Kartoffeln, Nudeln, Reis und dergleichen in der Tat nur als Beilage angeboten werden, dafür gibt es reichlich Gemüse. Die Zubereitung mit den verschiedenen Ölen wirkt sich ebenfalls positiv aus. Das Rapsöl ist ein guter Lieferant für Omega-3-Fettsäuren, die das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen senken. Die ungesättigten Fettsäuren in nativem Olivenöl wirken sich günstig auf die Blutfettwerte aus. Die Ballaststoffe, die sich neben Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen, im Obst und Gemüse befinden, wirken sich günstig auf den Blutzuckerspiegel aus und regen die Darmtätigkeit an.