Das Burnout Syndrom ist eine Krankheit, die auf Überlastung und Stress zurückgeht. Das Wort stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie ‚ausbrennen‘ oder ‚ausgebrannt sein‘. Da sich die Arbeitsausfälle wegen Burnout immer mehr häufen, sollte das Betriebliche Gesundheitsmanagement so früh wie möglich intervenieren. Daher sollten sich die Verantwortlichen gut über die Auswirkungen und Anzeichen der Krankheit informieren. Denn nur wer sich mit dem Thema Burnout eingehend beschäftigt hat, kann präventiv dagegen angehen.

Wenn nicht frühzeitig eingeschritten wird, durchläuft der Patient fünf Phasen der Krankheit. Am Ende steht die völlige Erschöpfung, der Betroffene ist im wahrsten Sinne des Wortes ausgebrannt. Soweit muss es aber gar nicht kommen, denn schon die ersten Burnout Phasen weisen charakteristische Merkmale auf, die von kompetenten Führungskräften erkannt werden können. So ist eine frühe Intervention möglich und Fehlzeiten können vermieden werden.

Der Übergang zwischen den einzelnen Burnout Phasen ist fließend und die Symptome äußern sich von Patient zu Patient unterschiedlich. Wer die Symptome des Burnout gut kennt, kann die Entwicklung aber gut einschätzen und die Krankheit bereits in den ersten Phasen eindeutig identifizieren.

1. Phase: Enthusiasmus

Ausbrennen kann nur, wer vorher gebrannt hat. Von Burnout Betroffene engagieren sich zu sehr und sind zu begeistert von ihrer Arbeit. Sie brennen für die Aufgaben und finden keine Abkühlung. Pausen und Entspannung sind ihnen fremd. Jetzt reicht es noch, dem Patienten klar zu machen, was geschieht, um ihn vor dem Fortschreiten des beginnenden Burnout zu bewahren.

2. Phase: Stagnation

In dieser Phase kommt der Betroffene langsam an seine Grenzen, denn seine Energiereserven sind weitestgehend aufgebraucht. Die erste Reaktion ist in der Regel noch größeres Engagement und noch mehr Zeiteinsatz. Wenn das nicht zum Erfolg führt, ist die Enttäuschung unangemessen groß. Übermäßige Anspannung und Reizbarkeit zeigen sich nach außen hin. Im Inneren machen sich unspezifische Ängste breit. In dieser Phase können die Beschäftigung mit der Situation und geeignete Entspannungsmaßnahmen noch helfen, den Teufelskreis des Burnout zu stoppen.

3. Phase: Frustration

Der Betroffene strengt sich immer mehr an und hat immer weniger Erfolg. Das führt unweigerlich zu Frustrationen. Jetzt äußern sich die Symptome verstärkt, manche Patienten beginnen Alkohol oder andere Drogen zu konsumieren. Auch ein übersteigertes Konsumverhalten kann in dieser Phase als vermeintliche Kompensation auftreten. Es zeigen sich deutliche körperliche Beschwerden wie beispielsweise Müdigkeit, Verspannungen mit Schmerzen, Tinnitus oder Hörsturz, Immunschwäche und Anfälligkeit, Magen-Darm-Probleme oder hoher Blutdruck. Die physischen Symptome können von Mensch zu Mensch stark variieren. Mit Gesprächen allein ist dem Betroffenen nun nicht mehr zu helfen.

4. Phase: Apathie

Nun hat der Patient keine Energiereserven mehr zur Verfügung und zieht sich in sich selbst zurück. Er tut nur noch das Allernötigste und blendet Probleme aus. Viele Betroffene suchen jetzt die Schuld für ihren Zustand beim Arbeitgeber und versuchen, ihm bewusst zu schaden. Die bisher aufgetretenen Symptome verschlimmern sich. Kommt in dieser Phase keine Hilfe, ist der Weg ins völlige ‚Ausgebranntsein‘ unvermeidlich. Eine beginnende Depression macht sich bemerkbar und sollte schnellstmöglich behandelt werden.

5. Phase: Burnout

Jetzt ist eine umfangreiche und langwierige Therapie unumgänglich geworden, denn das Ende des Burnout heißt schwere Depression.