Die Zähne gehören zu einem weniger erforschten Bereich in der Medizin. Die Zahnheilkunde liegt in Bezug auf die patientenrelevante Forschung noch weit hinter der Humanmedizin zurück. Diese Forschung belegt die Vor- und Nachteile der diagnostischen und therapeutischen Interventionen. Für viele praktische Fragen etwa zum Nutzen von Implantaten gibt es reichlich Erfahrungswissen, aber nicht immer Nutzenbelege. Dass bisher keine einheitlichen Forschungsergebnisse vorliegen, kann man schon daran erkennen, dass allein die Art und Weise, wie man seine Zähne putzen sollte, von Land zu Land variiert. Nur in einem sind sich Zahnmediziner einig: Gründliche Zahnhygiene ist Pflicht, egal auf welchem Weg. Nur so kann Krankheiten wie Parodontitis vorgebeugt werden.

Was ist Parodontitis?

Parodontitis entsteht, wenn Zahnbelag zu einer gefährlichen Rückbildung des Zahnfleisches führt, was sich dann auf das knöcherne Zahnfach überträgt. Als Folge kann sich der Knochen zurückbilden und die Zahnwurzel verliert an Stabilität. Umgangssprachlich wird häufig von Parodontose gesprochen. Die Medizin unterscheidet zwischen der apikalen Parodontitis (von der Wurzelspitze ausgehend) und der marginalen Parodontitis (vom Zahnfleischsaum ausgehend).

Wie erkenne ich Parodontitis?

Da die Entzündung tief in den sogenannten parodontalen Taschen entsteht, ist eine eigenständige Diagnose oft schwierig. Betroffene können jedoch auf diverse Anzeichen achten und diese vom Zahnarzt abklären lassen, der durch seine medizinischen Hilfsmittel schnell und eindeutig für Aufklärung sorgen kann. Zu den ersten Anzeichen einer Parodontitis zählen Zahnfleischbluten sowie Rötungen, Schwellungen und eine Berührungsempfindlichkeit des Zahnfleisches. Im späteren Stadium kann Mundgeruch oder Eiterbildung am Zahnfleisch hinzukommen. Der fortgeschrittene Verlauf macht sich durch Zahnfleischrückgang und Zahnlockerung bemerkbar. Betroffene haben zu diesem Zeitpunkt den Eindruck, als ob ihre Zähne länger werden.

Was kann ich gegen Parodontitis unternehmen?

ZahnwehDie Parodontologie ist die Behandlung von Zahnbetterkrankungen. Trotz Meinungsverschiedenheiten in vielen Gebieten der Zahnmedizin, ist sich der Großteil der Ärzte einig, dass umfangreiche Profilaxe Parodontitis vorbeugt. Die Ärzte der Schweizer Zahnarztpraxis Altstetten empfehlen regelmäßige professionelle Zahnreinigungen, bei der alle weichen und harten Zahnbeläge entfernt werden. Zur Infektionskontrolle gehört auch eine positive Beeinflussung der Bakterienflora im Mundraum, um das Fortschreiten der Zahnbetterkrankung zu verhindern. Die Arzt-Praxis, zu deren Hauptgebiet die Behandlung von Parodontologie in Zürich gehört, zeichnet sich durch eine Vielzahl an Fortbildungen aus, an denen die behandelnden Ärzte teilgenommen haben. Seminare zu Themen wie Implantatsysteme oder Systemhygiene qualifizieren Mediziner speziell für Probleme im Bereich Zahnbetterkrankungen. Haben Sie öfter unter Parodontitis zu leiden, sollten Sie einen Zahnarzt wählen, der spezifische Erfahrung auf diesem Gebiet mitbringt.

Ziel einer Parodontitis-Behandlung ist, dass die Entzündungen im Mundraum abklingen und die parodontopathogenen Bakterien reduziert werden. So wird zudem auch die ästhetische Optik eines gesunden Zahnfleisches wiederhergestellt. Welche Methode dafür ausgewählt wird, hängt vom Fortschreiten der Parodontitis ab. Auch Zahnärzte aus anderen Nationen stimmen der Tatsache zu, dass gezielte und regelmäßige Dentalhygiene ein wichtiger Schritt für die Vorbeugung von Parodontitis ist. Eine aktuelle Studie der BARMER GEK fand heraus, dass Frauen Zahnarztbesuche ernster nehmen als ihre männlichen Mitbürger. Knapp 75% der Frauen gehen einmal im Jahr zur Kontrolle, bei den Männern liegt der Wert mit 66,4% deutlich darunter.

Welche Ursachen hat die Parodontitis?

Da die Parodontitis durch bakterielle Plaque, also Zahnbelag, ausgelöst wird, zählt mangelnde Mundhygiene zu den Hauptursachen. Spezielle Risikofaktoren entstehen aber auch durch Rauchen, Diabetes mellitus oder andere genetische Faktoren. Schwangere sind zusätzlich gefährdet, da durch die Hormonumstellung das Bindegewebe aufgelockert wird, das Zahnfleisch anschwillt und Bakterien leichter in die Tiefe vordringen können. Ist die Ernährung unausgewogenen, kann auch das Ursache für eine Zahnbetterkrankung sein. Viele Vitamine und gesunde Mahlzeiten mit wenig Zucker stärken das Zahnfleisch.

Indem man seine Zähne präventiv mit gewissenhafter Pflege und regelmäßigen Kontrollbesuchen schützt, beugt man langwierigen Behandlungen oder chirurgischen Eingriffen vor.