Der sichere Stand wankt und im Nu breitet sich beim Betroffenen eine mentale und körperliche Unsicherheit aus. Das Symptom Schwindel dürfte wohl jedem bekannt sein, sei es als Folge eines rasanten Spiels in Kindertagen oder als akutes Anzeichen einer Krankheit. Ursächlich für das Auftreten von Schwindel können multiple Faktoren sein, weshalb vorab die eigentliche Symptomatik näher definiert werden sollte. Grundsätzlich lassen sich fünf unterschiedliche Beschwerdeformen voneinander abgrenzen. Beim Drehschwindel täuscht die Wahrnehmung des Patienten eine kreisende Bewegung des eigenen Körpers beziehungsweise der Umgebung vor. Im Gegensatz dazu tritt der Schwankschwindel eher durch die Wahrnehmung einer hin und her schwankenden Umgebung in Erscheinung. Eine weitere Variante ist der sogenannte Liftschwindel, in dessen Fall Patienten über eine Zugkraft nach unten oder oben klagen beziehungsweise unter einer erhöhten Fallneigung leiden. Abschließend kann es zu einem, zumeist spontan einsetzenden, Benommenheitsschwindel kommen. Dieser trübt vornehmlich die Geisteswahrnehmung ein. Stellen Sie eine der geschilderten Formen bei sich fest, ist es ratsam einen Arzt zu konsultieren, um einem denkbaren chronischen Verlauf frühzeitig vorbeugen zu können. Das Ärzteverzeichnis Österreich unterstützt Sie bei der Suche nach einem Facharzt in Ihrer Region.

Dem Schwindel auf der Spur

Junge Frau mit starken SchwindelanfällenSchwindel signalisiert dem Patienten eine Störung des Gleichgewichtssinns, der kombiniert vom Vestibularapparat, einer funktionellen Einheit des Innenohrs sowie von bestimmten Arealen im Kleinhirn gesteuert wird. Eine wichtige Rolle spielen zudem unsere Sinne. Sehen, Hören sowie der Tastsinne tragen ständig dazu bei unsere Lage im Raum zu beurteilen und liefern die gesammelten Informationen ins Stammhirn. Ist dieses komplexe und sensible System gestört, beispielsweise aufgrund einer Sauerstoffunterversorgung, kommt es zu einem Schwindelgefühl. Doch wie lässt sich der kurzzeitig eintretenden Schwindel nach einer schnellen Fahrt mit dem Karussell, von einem ernsten Krankheitsanzeichen differenzieren? Natürlich weißt hier die Aktion auf einen Grund hin, doch im Prinzip reagiert das Gehirn nach der Karussellfahrt ebenfalls mit dem Alarmzeichen Schwindel. Gleiches tritt häufig nach einer längeren Seereise auf. Auch an Land scheint der Boden vermeintlich zu schwanken. In beiden Fällen bleibt es jedoch bei temporären Alarmzeichen auf eine Kaskade ungewohnter Reize. Anders verhält es sich bei Krankheiten, deren zentrale Symptomatik mit Schwindel einhergeht. Nachhaltige Störungen verursachen Erkrankungen des Innenohrs. Weiterhin kann Schwindel bei spezifischen Nervenentzündungen, Herz-Kreislauferkrankungen, Stoffwechseldysfunktionen und Gefäßveränderungen als begleitendes Symptom auftreten. Nicht außer Acht zu lassen sind darüber hinaus psychische Krankheitsbilder, die sich unter anderem in Schwindel manifestieren können. Ein weiterer Risikofaktor für nachhaltig auftretenden Schwindel ist das Alter. Damit einher geht jedoch die erhöhte Krankheitsneigung, so dass Schwindelsymptome häufiger auftreten.

Schwindel – Ein Fall für den Arzt?

Aufgrund der dargestellten diffusen Ursächlichkeit von Schwindelsymptomen ist es unter bestimmten Voraussetzungen empfehlenswert einen Arzt aufzusuchen.

  • Leiden Sie immer wieder periodisch und ohne ersichtlichen Grund an Schwindel?
  • Plagt Sie ein länger anhaltendes Schwindelgefühl?
  • Erzeugen normale Kopfbewegungen bei Ihnen ein Schwindelgefühl?
  • Zeigen sich bei Ihnen noch andere Symptome, wie Ohrenschmerzen, Ohrgeräusche, Übelkeit, Kopfschmerzen, Herzbeschwerden, Atemnot oder Ohnmachtsanfälle?
  • Leiden oder litten Sie in jüngster Vergangenheit an einer Erkrankung des Ohrapparates, Herpes zoster, Scharlach, Masern oder einer Grippe?
  • Widerfährt Ihnen spontaner Schwindel, wenn Sie sich in ungewohnten beziehungsweise unangenehmen Situationen befinden, zum Beispiel in großer Höhe?

Mann mit starkem SchwindelgefühlTrifft mindestens eine der genannten Faktoren auf Ihre akuten Beschwerden sollten Sie sich zeitnah bei einem Mediziner vorstellig werden. Auskünfte über einen Arzt in Ihrer Region erhalten Sie im Ärzteverzeichnis Österreich oder in unserem deutschen Ärtzeverzeichnis. Ein erster Ansprechpartner sollte dabei Ihr Hausarzt sein. In der Regel ist er mit Ihrer Krankengeschichte vertraut, was sich während einer Anamnese oftmals als zielführend erweist. Nach diesem Arzt-Patienten-Gespräch erfolgt die eigentliche Untersuchung, die meist mit der Kontrolle der Ohren, der Motorik, dem Herz-Kreislaufsystem sowie den Nervenfunktionen beginnt. Gegebenenfalls kommt es im Anschluss zu einer Überweisung zu einem Facharzt. Je nach Spezialgebiet und Verdachtsdiagnose des Arztes können weiterführende Untersuchungen folgen. Häufig werden bei Schwindel Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, Internisten, Augenärzte oder Psychologen konsultiert.

Therapeutische Ansätze

Die erfolgversprechendste Therapie gegen Schwindel ist die ursächliche Krankheit zu identifizieren und wirksam zu heilen. Schwindel als symptomatische Erscheinung verschwindet dadurch oftmals im Heilungsverlauf. Zur Linderung der Beschwerden werden in akuten Fällen sogenannte Antivertiginosa eingesetzt. Gezielte Bewegungs- und Orientierungsübungen wirken ebenfalls dem klassischen Lagerungsschwindel entgegen. Tritt Schwindel auf, ist es zudem kontraproduktiv Alkohol oder Nikotin zu konsumieren. Akute Stressereignisse sollten nach Möglichkeit vermieden werden.

Fazit

Schwindel wirkt bedrohlich und kann in Abhängigkeit von der Situation gravierende Folgen nach sich ziehen. Aufgrund der zugrunde liegenden Komplexität der beteiligten physischen und psychischen Prozesse kann Schwindel auf eine ernsthaftere Erkrankung hindeuten. In Abwägung mit der individuellen Konstitution sollte, unter den oben genannten Faktoren, zwingend ein ärztlicher Rat eingeholt werden, damit Sie wieder sicher auf beiden Beinen stehen können.