Gliederschmerzen sind von der betroffenen Person relativ leicht festzustellen. Sobald ein Schmerzen an den Muskeln oder Gelenken der Arme oder Beine auftritt und dieser längst nicht nur eine kleine Stelle betrifft, ist meist von Gliederschmerzen auszugehen. Die Schmerzen müssen dabei nicht die gesamten Arme oder Beine betreffen. Schmerzen in den Fingern, Händen oder auch an den Handgelenken gelten als typisch – oftmals in Verbindung mit einem Gefühl von Erschöpfung.

Keine Erkennung von Gliederschmerzen

Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Gliederschmerzen nicht erkannt werden. Dies ist besonders dann der Fall, wenn sie nur an wenigen Körperstellen auftreten. Um herauszufinden, ob es sich tatsächlich um typische Gliederschmerzen handelt, kann es daher in einigen Fällen empfehlenswert sein, einen Arzt aufzusuchen. Empfehlenswert ist der Gang zum Hausarzt.

Für den Arzt ist es wichtig, dass die Gliederschmerzen auch tatsächlich als solche erkannt werden. Deswegen sollten Patienten ihren Schmerz analysieren und ermitteln, wo genau die Schmerzen auftreten und wie es um die Intensität bestellt ist. Zur Diagnose von Gliederschmerzen stellen Ärzte daher gezielte Fragen. So wird zum Beispiel gefragt, so genau die Schmerzen auftreten und wie sie sich anfühlen. Aber auch nach dem allgemeinen Wohlbefinden sowie der Einnahme von Medikamenten oder Drogen wird sich der Arzt erkundigen.

Gezielte nachfrage durch Ärzte

Schwerwiegende Diagnose: GliederschmerzenÄrzte müssen so gezielt nachfragen, um die eigentliche Ursache möglichst präzise eingrenzen zu können. Typische Infektionskrankheiten wie Erkältung oder Grippe lassen sich zumeist leicht diagnostizieren, da nicht nur die Gliederschmerzen als Symptome festzustellen sind. So ist zum Beispiel austretender Schweiß ein typisches Anzeichen für eine Infektionskrankheit. Außerdem helfen ein Blick in den Rachen (speziell auf die Mandeln) sowie Fiebermessen oft weiter.

Je nach Infektionskrankheit kann es auch erforderlich sein, den Blutdruck zu messen oder gar eine Blutuntersuchung durchzuführen. Die Blutwerte helfen meist sehr gut dabei, die Ursachen der Gliederschmerzen einzugrenzen und somit eine Diagnose zu stellen. Ergänzend werden manchmal auch Untersuchungen von Urin oder Stuhl durchgeführt.

Diagnose ohne Infektionskrankheit

Schwieriger gestaltet sich die Diagnose, wenn keine Infektionskrankheit vorliegt bzw. sie ausgeschlossen werden kann. Aufgrund der vielen weiteren Ursachen, die für die Schmerzen in den Gliedern verantwortlich sein können, existieren eine ganze Reihe weiterer Untersuchungen. So kommt es gelegentlich vor, dass auch per Röntgenaufnahme oder per Durchführung einer CT nach den Ursachen gesucht wird. Sofern Verdacht auf eine Nervenkrankheit besteht, folgen neurophysiologische Standarduntersuchungen, wie zum Beispiel eine Messung der Nervenleitgeschwindigkeit.