Der Mediziner spricht von Hitzewallungen, wenn eine kurzzeitige aber zugleich intensive Erhöhung der Körpertemperatur gespürt wird. Die Körpertemperatur muss sich dabei aber nicht zwingend erhöhen. Vielmehr tritt entsteht dieses Gefühl unter der Haut, wo es besonders intensiv wahr genommen wird.

Schlagartiges Auftreten

Wegen ihres teilweise schlagartigen und intensiven Auftretens werden die Hitzewallungen auch gelegentlich als Wärmewellen bezeichnet. Sie betreffen in erster Linie den Oberkörper, wo sie vor allem im Bereich der Brust sowie auch in den Armen wahrgenommen werden. Zudem äußern sich Hitzewallungen zumeist mit einem Druck, der in denselben Körperregionen festzustellen ist. Nach den Hitzewallungen kühlt der Körper wieder rasch ab. Teilweise bildet sich auch Schweiß auf der Haut.

Frau mit HitzewallungenHitzewallungen sind ein Symptom, über das vorrangig von Frauen geklagt wird. Sie treten vorrangig bei Frauen auf, die sich in den Wechseljahren befinden. Die meisten Frauen, die Hitzewallungen erfahren, sind zwischen 45 und 55 Jahren alt. Der Zeitraum, in welchem die Wärmewallungen auftreten, erstreckt sich über eine Dauer von ca. zwei bis fünf Jahren. Ihren Höhepunkt bzw. ihre höchste Intensität erreichen die Hitzewallungen etwa ein Jahr nach der Menopause.

Wechseljahre als Ursache für Hitzewallungen

Ursache für die Hitzewallungen sind die Wechseljahre, die unter anderem zu Änderungen im Hormonhaushalt führen. Ein veränderter Hormonhaushalt kann die Blutgefäße auch kurzzeitig beeinflussen und somit dazu führen, dass warmes Blut aus dem Innern des Körpers urplötzlich durch die Gefäße unter der Haut fließen. Hierdurch wird ein schlagartiger Anstieg des Temperaturempfindens erzeugt.

Aber nicht nur die Wechseljahre können sich für Hitzewallungen verantwortlich zeigen. Es gibt noch weitere Ursachen, die Hitzewallungen herrufen – und das nicht nur bei Frauen, sondern auch bei Männern. Als weitere Auslöser gelten vor allem Alkohol und Medikamente. Aber auch Erkrankungen, die Einfluss auf den Hormonhaushalt nehmen, können für die Entstehung von Wärmewellen verantwortlich sein.

Exakte Abstimmung der Behandlung auf die Ursache

Die Behandlung muss exakt auf die Ursache abgestimmt sein. Sofern die Hitzewallungen auf die Wechseljahre zurückzuführen sind, bietet sich die Einnahme von Medikamenten an. Es existiert eine große Auswahl an Medikamenten, von denen die meisten als harmlos gelten und daher auch rezeptfrei erhältlich sind. Bei besonders starken Hitzewallungen werden manchmal gezielt Hormone zugeführt. Dann hat die Behandlung jedoch durch einen Arzt zu erfolgen.