Den eigentlichen Juckreiz zu diagnostizieren, ist nicht besonders schwierig. Am besten bemerkt ihn der Patient selbst, weil er sich intensiv oder auch häufig kratzen muss. Allerdings kommt es vor, dass der Juckreiz so intensiv ausgeprägt ist, dass der Patient das Kratzen schon gar nicht mehr wahrnimmt. Die Folge können ernsthafte Hautverletzungen sein. Deshalb ist es für Betroffene hilfreich, wenn die zum Lebensumfeld zählenden Personen genau hinsehen.

Woher kommt der Juckreiz

QuaddelbildungDie zentrale Frage dreht sich allerdings um die Ursache des Juckreizes. Um sie zu identifizieren, wird eine genaue Untersuchung gemacht. Welcher Arzt am besten aufgesucht wird, sollte vom Ausmaß abhängig gemacht werden. Im Regelfall genügt es, zunächst den Hausarzt aufzusuchen. Sofern dieser keine sichere Diagnose stellen kann oder sich die erforderlichen Untersuchungen nicht in der Praxis durchführen lassen, erfolgt eine Überweisung an einen Hautarzt.

Diagnose durch Befragung des Patienten

Zum Stellen der Diagnose wird der Arzt eine Befragung des Patienten vornehmen. Er wird fragen, wo und wie intensiv der Reiz auftritt. Außerdem wird er sich nach der Häufigkeit erkundigen. Ebenso wird gefragt, ob Allergien bekannt sind oder ob Medikamente eingenommen werden.

Die anschließende Untersuchung erfolgt visuell: Der Arzt wird sich die betroffenen Stellen der Haut ansehen, um Rückschlüsse auf die Ursache ziehen zu können. Parasitenbefall oder Nesselsucht sind beispielsweise oft gut mit dem bloßen Auge zu erkennen. Sofern weitere Untersuchungen erforderlich sind, entscheidet der Verdacht über die Untersuchungsmethode.

Vermutung einer Allergie

Sollte der Arzt eine Allergie vermuten, wird er einen Allergietest anordnen. Üblicherweise wird zunächst der Pricktest durchgeführt. Im Rahmen dieses Tests werden Allergene auf die Haut (üblicherweise am Arm) getropft, um zu sehen, ob Allergien bestehen. Gegebenenfalls können weitere Allergietests folgen.

In Abhängigkeit von der vermuteten Ursache können zum Stellen einer sicheren Diagnose auch noch ergänzende Untersuchungen durchgeführt werden. Typisch sind Abstriche von der gereizten Hautpartie sowie die Blutuntersuchungen. Manchmal kommt es auch vor, dass Urin- oder Stuhlproben untersucht werden.