Das eigentliche Feststellen einer Verstopfung ist Aufgabe des Patienten. Sobald sich dieser der Verstopfung bewusst wird, kann er sich an einen Arzt wenden. Im Normalfall genügt es, den Hausarzt aufzusuchen. Sofern sich der Hausarzt beim Stellen seiner Diagnose unsicher ist, kann er immer noch einen Spezialisten einschalten und den Patienten zum Beispiel an einen Proktologen überweisen.

Welche Hintergründe gibt es?

Diagnose Verstopfung durch den ArztZum Stellen der Diagnose ist es für den Arzt wichtig, die Hintergründe zu kennen. Daher wird er eine Befragung des Patienten vornehmen, um in Erfahrung zu bringen, wie genau sich die Obstipation äußerst bzw. wie häufig der Stuhlgang stattfindet und wie es um den Stuhl bestellt ist. Außerdem wird er sich über die Ernährungsgewohnheiten erkundigen und wissen wollen, ob Medikamente eingenommen werden. Anhand der Befragung ist es für den Arzt möglich, eine Eingrenzung der Ursachen vorzunehmen.

Ergänzende Untersuchungen

Doch nicht immer genügt die bloße Befragung, um eine sichere Diagnose stellen zu können. Manchmal sind ergänzende Untersuchungen erforderlich. Um welche konkreten Untersuchungen es sich hierbei handelt, hängt wiederum von der vermuteten Ursache ab. Verallgemeinert lässt sich sagen, dass Ärzte oft eine Blutuntersuchung veranlassen, weil anhand der Blutwerte zumeist gute Rückschlüsse auf die Ursache der Verstopfung gezogen werden können. Eine Untersuchung des Stuhls ist ebenfalls denkbar.

Je nach Verdacht des Arztes kann es auch vorkommen, dass dieser die Durchführung einer Darmspiegelung veranlasst. Hier wird zumeist an einen Facharzt überstellt. Als Alternative werden manchmal auch Ultraschall- oder Röntgenuntersuchungen durchgeführt, weil diese für den Patienten angenehmer sind.

Hinton-Test

Ein ganz besonderes Untersuchungsverfahren, das speziell bei Verstopfung angewendet wird, ist der so genannte Hinton-Test. Für die Durchführung des Tests muss der Patient eine oder auch mehrere Kapseln schlucken, die spezielle Marker beinhalten. Die Wanderung der Marker durch den Verdauungstrakt lässt sich per Ultraschall feststellen. Zwar gilt dieses Verfahren als aufwändig, aber dafür liefert es hilfreiche Daten zum Stellen der Diagnose.