Bei der Verstopfung handelt es sich um ein Symptom, das im Vergleich zu anderen Symptomen nicht ganz so präzise definiert ist. Generell lässt sich sagen, dass eine Verstopfung vorliegt, wenn der Stuhlgang nur drei Mal pro Woche oder noch seltener stattfindet. Außerdem ist der Stuhl zumeist besonders fest und teilweise muss intensiv gepresst werden, damit die Entleerung des Enddarms gelingt. In sehr extremen Fällen ist die Verstopfung so sehr ausgeprägt, dass die Entleerung des Darmes nicht mehr automatisch funktioniert und daher mit dem Finger nachgeholfen werden muss.

Unterschiede zwischen Erwachsenen und Kindern

Frau sitzt auf einer Toilette wegen VerstopfungDiese Definition von Obstipation bzw. Stuhlgang gilt für Erwachsene. Bei Kindern arbeitet die Verdauung anders und unterliegt größeren Schwankungen. Sofern der Verdacht einer Verstopfung bei einem Kind beseht, sollte ein Kinderarzt oder der Hausarzt aufgesucht werden.

In den meisten Fällen sind harmlose Ursachen für die Verstopfung verantwortlich. Eine der häufigsten Ursachen ist eine falsche Ernährung. Vor allem wenn die Ernährung sehr arm an Ballaststoffen ist, droht die Verstopfung. Doch auch ein Mangel an Bewegung sowie eine zu seltene Zufuhr an Flüssigkeit können das Verstopfungsrisiko fördern.

Ernährungsumstellung und Sport

Ist eine Obstipation auf diese Ursachen zurückzuführen, gestaltet sich die Durchführung einer Therapie vergleichsweise leicht. Mit einer angepassten Ernährung und dem gezielten Treiben von Sport lässt sich dieses gesundheitliche Problem in den Griff bekommen. Außerdem besteht die Möglichkeit einer Behandlung mit leichten Abführmitteln, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind.

Verstopfung kann aber auch Erkrankungen zurückzuführen sein, teilweise sogar sehr schwere Erkrankungen wie beispielsweise Multiple Sklerose oder Darmkrebs. In solchen Fällen basiert die Therapie auf einer Behandlung der Grunderkrankung. Oft müssen in deren Rahmen starke Medikamente eingenommen werden, manchmal sind sogar Operationen erforderlich. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass auch die Einnahme bestimmter Medikamente zur Obstipation führen kann. Durch eine Umstellung auf andere Medikamente oder eine Erhöhung der Trinkmenge lässt sich die Verstopfung dann manchmal lösen. Allerdings ist es empfehlenswert, sich zuvor vom Arzt beraten zu lassen.